Was Sie noch wissen sollten: Tipps zur Integration von BusinessObjects in bestehende SAP BusinessWarehouse-Landschaften
In den vergangenen Monaten stand SAP BusinessObjects bei zahlreichen SAP-Anwendern auf dem Prüfstand: Intensiv wurde das Angebot an neue Reporting- und Planungs-Funktionalitäten sowie mögliche Ansätze für Projekte im eigenen Unternehmen evaluiert.
Die praktische Erfahrung zeigt: Will man alle Funktionalitäten, die das Zusammenspiel von SAP Business Warehouse und SAP BusinessObjects bietet, voll ausnutzen, dann ist eine saubere und korrekte Anbindung des SAP BusinessObjects an das SAP BusinessWarehouse unabdingbare Voraussetzung.
Steht eine Investition in BusinessObjects an, stellen sich viele Kunden die Frage, ob der Einsatz des im Lieferumfang enthaltenen BO-Enterprise-Servers (Abk: BOE) wirklich notwendig ist. Schließlich steht mit dem vorhandenen SAP BusinessWarehouse schon ein Portal zur Verfügung. Und man möchte genau nur ein Portal betreiben, mit dem die Anwender im Unternehmen arbeiten..
Sowohl Crystal Reports als auch Xcelsius können aus technologischer Sicht ohne einen BOE auskommen – das ist Fakt. Beide Werkzeuge haben die Möglichkeit, über das SAP-Integration-Kit direkt auf Abfragen im SAP Business Warehouse zugreifen zu können. Die so erstellten Berichte und Dashboards können anschließend mit Hilfe dieses Integration-Kits direkt im SAP BusinessWarehouse gespeichert werden.
Man sollte jedoch im Auge behalten, dass Crystal Reports und Xcelsius Client-Werkzeuge sind, die bei jedem Anwender installiert und auch jeweils lizenziert werden müssen. Möchte man einer größeren Gruppe von Anwendern die Möglichkeit geben, einfache Berichte selbst zu erstellen, ist eine Installation des BOE notwendig. Denn nur durch den BOE erschließt sich für den Anwender die Möglichkeit, mit WebIntelligence über den Browser Ad-hoc-Berichte zu erstellen.
Hinzu kommt noch ein kaufmännisches Detail: SAP bietet keine Lizenzmodelle ohne den BOE an, der BOE muss in jedem Falle mitgekauft werden. Wenn man also schon kaufen „muss“, dann kann und sollte man auch die technologischen Möglichkeiten der Integration ausnutzen. So können z.B. Objekte aus dem BOE (z.B. Berichte, Dashboards etc.) komfortabel über iViews im SAP BusinessWarehouse angezeigt werden. Der Anwender arbeitet weiter wie gewohnt im SAP BusinessWarehouse-Portal und registriert nicht, dass im Hintergrund tatsächlich zwei Portale involviert sind.
Hierbei handelt es sich um ein anschauliches Beispiel, welche vielfältigen Integrationsmöglichkeiten SAP bereit stellt. Welche Voraussetzungen müssen im bestehenden SAP BusinessWarehouse-System geschaffen werden, um diese zu nutzen? Das hier bereits angesprochene SAP-Integration-Kit liefert zusätzlich den Zugriff auf InfoCubes und DSO. Die Integration eines ERP-Systems wird durch die Integration von Tabellen (auch Cluster-Tabellen) und InfoSets berücksichtigt. Auch Funktionsbausteine können als Datenlieferant herangezogen werden, ähnlich dem generischen Extraktor. Doch neben der lokalen Installation des SAP-Integration-Kit, ist das Einspielen diverser Transporte im SAP Netweaver BusinessWarehouse bzw. im SAP ERP erforderlich. Die Auswahl der richtigen Transporte ist im SAP ERP abhängig davon, ob Sie bereits erfolgreich die UniCode-Migration ausgeführt haben. Erst mit diesen Transporten kann die Konnektivität sichergestellt werden.
Haben Sie sich für den Einsatz des BOE-Server mit all seinen „Nebenwirkungen“ entschieden, können Sie nun auch Ihre CrystalReports im BW verwalten und publizieren. Ein komfortabler Mehrwert.
Zu guter Letzt sollten Sie Zeit für die Bestimmung des „richtigen“ Release- und Patchlevelstandes der beteiligten Komponenten investieren. Für die Entscheidung, ob für das erfolgreiche Umsetzen der Anforderungen an das BusinessObjects-Reporting das EHP1 für SAP Netweaver benötigt wird, müssen die Vor- bzw. Nachteile bekannt sein, die für bzw. gegen den Einsatz sprechen. Hierzu sollten Sie sich einen Überblick verschaffen.
Mit der Erfüllung der Mindestvoraussetzungen Xcelsius 2008 SP2 in der Enterprise-Version und SAP BW 7.01 sind Sie auf der sicheren Seite – so kann beispielsweise auf einige Meta-Ebenen verzichtet werden. Mit dieser Kombination kann eine Query direkt als Datenquelle in Xcelsuis verwendet werden, die Verwendung von Universen ist nicht mehr zwingend erforderlich.
Klicken Sie hier, um mehr über Business Intelligence zu erfahren.
