Miele & Cie. KG
Cognos Data Warehouse bei der Miele & Cie. KG
Mit Cognos Enterprise Business Intelligence besitzt die Miele & Cie. KG flexibel bedarfsorientiert einsetzbare Werkzeuge zur Analyse und Auswertung ihrer Unternehmensdaten. Alle relevanten Daten aus den verschiedenen ERP-, Kunden- und Lagersystemen sind in einem einzigen Data-Warehouse konsolidiert. Sie bilden somit die gemeinsame, einheitliche und damit interpretationssichere Datenbasis, die den Cognos-Anwendern in OLAP- (Online Analytical Processing) Würfeln zur Verfügung steht.
Die neue Business-Intelligence-Lösung sieht ein Key-User-Konzept vor und verringert somit die Abhängigkeit der Endanwender von der EDV- und Organisationsabteilung. Denn im Cognos-System stehen aufbereitete Statistiken zur Verfügung, aus denen die Anwender selbständig Adhoc-Auswertungen erstellen. Der Ausdruck von Papierstatistiken für Besprechungen und Meetings entfällt quasi, da alle Daten online im Cognos-System zusammengestellt sind.
Im neuen Informationssystem auf Basis von Cognos BI-Series 7 stehen den rund 250 Endanwendern aus den verschiedenen Abteilungen (Vertrieb, Logistik, Kundendienst und Qualitätsmanagement) detaillierte, individuell abgestimmte Unternehmensdaten zur Verfügung. Betriebswirtschaftliche Fragestellungen werden in kurzer Zeit beantwortet. Mit dem neuen Analysesystem betrachtet der Anwender die Unternehmensdaten aus vielen verschiedenen Perspektiven. Somit können beliebige Unternehmensbereiche analysiert werden.
Zusätzliche graphische Darstellungsarten sowie die Möglichkeit einer geteilten Ansicht (Grafik und Kreuztabelle) sind weitere Vorzüge des neuen Informationssystems. Dem Anwender steht eine komfortable Weiterverarbeitung der Daten zur Verfügung, z.B. der direkte Export nach MS Excel. Die Informationen sind schnell und per Mausklick zugänglich. Änderungen in Unternehmens- und/ oder Produktstruktur spiegeln sich zeitnah wider.
Die ins neue Data Warehouse einfließenden Informationen stammen aus verschiedenen Quellsystemen:
- Auftragsdaten, Lieferungen, Faktura-, Kunden- und Produktinformationen werden aus einem SAP-R/3-System angeliefert.
- Als Quellsystem für Lagerbestände dient eine relationale Datenbank (IDMS).
- Umsatz- und Absatzplanzahlen werden in MS Excel-Dateien zur Verfügung gestellt.
- Das Service- und Auftragsmanagementsystem AMS liefert Daten aus dem technischen Kundendienst.
- Küchenmöbel- und -einrichterdaten stammen aus der MBI Lösung.
Die Bewirtschaftung des Data Warehouses erfolgt über das ETL (Extraktion Transformation Laden)-Werkzeug der Informatica Corporation (Informatica GmbH). Das Data Warehouse kennzeichnet eine dreistufige Architektur, bestehend aus Staging Area, Core Data Warehouse und Data Mart. Das DB2-hostbasierende-Data Warehouse-System besteht aus den Instanzen Test, Konsolidierung, Produktion und, in Anlehnung daran, drei Informatica Instanzen.
Als Infrastruktur stehen zwei Produktionsserver und ein Testserver mit Betriebssystem AIX zur Verfügung. Auf jedem der Server sind neben der Informatica Instanz folgende Cognos Komponenten installiert: Cognos PowerPlay Enterprise Server, Cognos Impromptu Web Reports, Cognos Upfront und Cognos PowerPlay Transformation Server.
Zusätzlich befindet sich auf einem Server ein Netscape LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) Server, der sämtliche Benutzerinformationen speichert. Die Anwender starten den Web-Browser (Internet Explorer) auf einem Citrix-Metaframe-Server und greifen darüber auf das Cognos-System zu. Die zentrale Installation der Cognos-Client-Software verringert die Fehleranfälligkeit des Systems und damit den Administrations- und Pflegeaufwand.
Werkzeug für die multidimensionale Analyse ist Cognos PowerPlay; Daten werden so dargestellt, wie der Anwender über Unternehmensfragen nachdenkt, um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge noch schneller erkennen und Entscheidungen treffen zu können. Für Standard- und Ad-Hoc-Berichte, deren Informationen nicht in einen OLAP-Würfel enthalten sind, kommt Cognos Impromptu zum Einsatz. Über das Cognos Portal Upfront erstellen die Endanwender neue Analysen aus den verschiedenen Datenwürfeln oder rufen bestehende Auswertungen auf. Standard-Berichte, die die Key-User mit Cognos PowerPlay erstellt haben, können für die übrigen Anwender im Portal veröffentlicht werden.
Die IT-Abteilung erstellt Standardstatistiken auf der Basis von Cognos PowerPlay (OLAP-Würfel) und von Cognos Impromtu (SQL-Berichte). Für eine Standardstatistik wird einmalig ein PowerPlay-Bericht erstellt. Zur monatlichen Erstellung der PDF-Dokumente dient ein Makro im Cognos-Skript, einer Visual Basic ähnlichen Sprache, die den Prozess der Datensammlung automatisiert. Das Resultat sind die Standardstatistiken, die unternehmensweit zu bestimmten Zeiten per E-Mail bzw. per Hauspost verteilt oder im Portal veröffentlicht werden.
In der nahen Zukunft steht die Erarbeitung eines Ausfallkonzeptes für das Cognos System an. Ziel ist, bei einem Ausfall innerhalb kurzer Zeit wieder ein lauffähiges System zu haben. Nach der erfolgreichen Migration der Serverprodukte auf die neueste Version (Cognos Series 7 V2) steht noch die Migration der Windows-Clients an. Ziel ist, durch die Ausnutzung der Methode „Time-Based Partitioned Cubes“ eine Verkürzung der Ladezeit zu erreichen.
Miele & Cie. KG
Miele ist die einzige weltweit verbreitete Premium-Marke für Hausgeräte, die auf allen fünf Kontinenten erhältlich ist. Das Familienunternehmen mit Stammsitz im westfälischen Gütersloh steigerte im Geschäftsjahr 2005 / 2006 (30. Juni) den Umsatz um gut 12 Prozent auf 2.54 Mrd. Euro (Vorjahr: 2.26 Mrd. Euro). Seit Gründung im Jahr 1899 ist Miele & Cie. ein Unternehmen der beiden Familien Miele und Zinkann. In der heutigen fünfköpfigen Geschäftsleitung sind, neben den Urenkeln der Gründer, drei familienfremde Geschäftsführer tätig.

