Von der IT-Beratung zur Unternehmensberatung
Mehr Business, weniger IT
Die Kunst, das Business zu beherrschen und vom Kunden verstanden zu werden, ist der Schlüssel für eine ganzheitliche Beratung.
Lösung ist ein beliebter Begriff in der IT-Welt. Es gibt kaum einen Anbieter, der seine Produkte nicht als erfolgversprechendes Mittel zur Beseitigung eines Kundenproblems anpreist. Tatsächlich wird mit dem Schlagwort aber oft eine bestimmte Technologie verkauft, ohne die genaue Situation und den wahren Bedarf eines Unternehmens zu kennen.
Das vergangene Jahrzehnt ist durch den Auf- und Ausbau von unternehmensweiten IT-Systemen geprägt. Mit ERP-Software (ERP = Enterprise Resource Planning) wurden von der Auftragsabwicklung über die Produktionssteuerung bis zur Buchhaltung alle Unternehmensbereiche vernetzt und die Arbeitsplätze computerisiert. Dieses Vorhaben war eine große technologische Herausforderung, denn die Arbeitsabläufe mussten von Grund auf digitalisiert werden.
Standardprogramme von SAP oder anderen Anbietern waren eine große Hilfe, denn sie legten die erforderlichen Geschäftsprozesse durch entsprechende Softwarefunktionen fest. Eine aufwändige Umsetzung durch individuelle Programmierung war überflüssig. Es entstanden standardisierte Systeme, mit denen Unternehmen allerdings nicht selten ihre Arbeitsabläufe in die vorgegebene Passform zwängen mussten. Das konnte in Extremfällen zu Wettbewerbsnachteilen führen, weil unternehmensindividuelle Vorzüge, etwa Besonderheiten in der Auftragsabwicklung, durch den Standardablauf wegfielen.
Heute ist der IT-Aufbau in den meisten Unternehmen abgeschlossen. Bei den ERP-Systemen wurde mittlerweile die Sättigungsphase erreicht. In der Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen diese Situation genutzt und ihre IT-Investitionen kräftig gekürzt. Der radikale konjunkturelle Schwenk von der Krise in eine Boomphase hat die Lage grundlegend verändert. Mit den positiven Geschäftsaussichten erkennen immer mehr Unternehmen die neuen Möglichkeiten der Informationstechnologie. Dabei spielen Punkte wie die zunehmende Integrationsfähigkeit der Systeme, neue Nutzungsmöglichkeiten wie mit dem aktuellen Trendthema Cloud Computing, aber auch die weiter verstärkte Internetnutzung und das wachsende Social Computing eine treibende Rolle.
