Weidmüller Interface GmbH & Co. KG
Höhere Flexibilität und Prozesseffizienz dank SAP NetWeaver
Ob im Verkehr oder Maschinenbau - ohne elektrische Verbindungstechnik, wie sie Weidmüller Interface herstellt, fließt kein Strom. Das Detmolder Unternehmen zählt weltweit zu den Marktführern bei Bauteilen für Schaltschränke sowie bei der Feldverdrahtung und den Leiterplattenkomponenten.
„Mit SAP NetWeaver können wir unsere Prozesse schneller an Kundenanforderungen anpassen und neue Geschäftsmodelle zügiger umsetzen.“
Thorsten Hopmeier, Chief Information Officer bei der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG
Mit einem Programm zur Effizienzsteigerung erhöht Weidmüller die Wettbewerbsfähigkeit. "Unser Ziel ist es, unsere Prozesse zu optimieren, um flexibler und zeitnah auf externe und interne Kundenanforderungen reagieren zu können", erläutert Torsten Hopmeier, CIO bei Weidmüller. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei SAP Exchange Infrastructure (SAP XI), eine Komponente der Technologie-Plattform SAP NetWeaver.
Integration im Handumdrehen
Innerhalb von nur zwei Monaten hat Weidmüller SAP XI als eines der ersten mittelständischen Unternehmen implementiert, bestehende Schnittstellen umgestellt und bereits neue realisiert. "Was vorher Wochen gedauert hat, machen wir dank SAP XI nun erheblich schneller", so Torsten Hopmeier. Die Herausforderung: Weidmüller arbeitet mit heterogenen Anwendungen - von SAP und Drittanbietern sowie mit Eigenentwicklungen. Statt über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen führt Weidmüller die Unternehmensprozesse nun über die zentrale Integrationsarchitektur von SAP XI anwendungsübergreifend zusammen.
Das senkt den Integrationsaufwand und die Betriebskosten. Gleichzeitig ermöglicht SAP XI ein besseres Monitoring, wie Michael Berkner, Projektleiter der SAP XI-Einführung bei Weidmüller, betont: "Die neu gewonnene Transparenz sichert einen fehlerfreieren Betrieb der Schnittstelle und reibungslosere Geschäftsabläufe." Begeistert zeigt sich Michael Berkner von der so genannten Proxy-Funktion innerhalb SAP XI. Diese erlaubt es, über Platzhalterobjekte im Zielsystem einfach Schnittstellen zu generieren. "Diesen Komfort bietet kein anderes Produkt."
Abläufe beschleunigen
Weidmüller bildet mit Hilfe von SAP XI durchgängigere Unternehmensprozesse ab - angefangen bei der Produktidee über die Herstellung bis zur Vermarktung. Die Übernahme der strategisch wichtigen Produktdaten in angrenzende Systeme wie Produktentwicklung und -dokumentation erfolgt automatisch und nahezu in Echtzeit. Zeitraubende Up- und Downloads entfallen, ebenso das Nachpflegen fehlerhafter oder unvollständiger Daten.
Mit Abschluss der Automatisierung in 2005 verfügen dann Kunden und Mitarbeiter stets über akkurate, aktuelle Daten, sowohl was die rund 35.000 bestehenden Weidmüller-Produkte als auch die Neuheiten betrifft: "Bei Innovationen werden die technischen Daten in den Produktkatalog übertragen, noch bevor das Produkt produziert ist. Das verbessert den Service für unsere Kunden und Geschäftspartner", stellt Michael Berkner fest.
Auch die Fachbereiche profitieren: Sie können weiterhin in ihrer gewohnten Systemumgebung arbeiten, weil Weidmüller bestehende Anwendungen in den Gesamtprozess integriert hat. "Dadurch schützen wir getätigte Investitionen und steigern die Prozesseffizienz", erklärt CIO Torsten Hopmeier. Wie er berichtet, kommen die Fachbereiche inzwischen selbst mit der Bitte auf die IT zu, spezifische Prozesse mit Hilfe von SAP XI effizienter zu gestalten.
"Die neu gewonnene Transparenz sichert einen fehlerfreien Betrieb der Schnittstellen und damit reibungslosere Geschäftsabläufe."
Michael Berkner, Projektleiter SAP-XI-Einführung, Weidmüller Interfaces GmbH & Co. KG
Möglichkeiten dazu bietet die Business Process Engine in SAP XI 3.0, mit der sich anwendungsübergreifende Workflows erstellen lassen. Beispielsweise plant Weidmüller, die Einbindung der Produktfotos in den Produktkatalog künftig per Workflow automatisch abzuwickeln.
Neue Geschäftsmodelle rasch umsetzen
SAP XI bringt darüber hinaus auch bei der externen Integration Vorteile: "Mit SAP XI lassen sich Partnerunternehmen einfacher in die Wertschöpfungskette einbinden. Dadurch können wir neue Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse rascher umsetzen", erläutert Torsten Hopmeier.
Für den Weidmüller CIO ist SAP XI ein erster Schritt der strategischen Ausrichtung auf SAP NetWeaver. Getreu der Devise "start small, grow big" plant Weidmüller, weitere SAP NetWeaver-Komponenten, SAP Business Intelligence (SAP BI) und SAP Enterprise Portal (SAP EP), stufenweise auszubauen. Beispielsweise wird ein Werkzeugcontrolling als Grundlage für Make-or-Buy-Entscheidungen eingerichtet.
Anwender entlasten
Seit Ende 2004 arbeiten die ersten Weidmüller Mitarbeiter mit SAP Enterprise Portal (SAP EP). Ziel ist es, die Papierflut einzudämmen sowie Prozesse zu optimieren. Beispielsweise können durch die Bereitstellung von Kostenstellenberichten über Manager Self Services die Verantwortlichen auf einen Blick die Einhaltung des Budgets überprüfen. Eine weitere spürbare Arbeitsentlastung, sowohl für Mitarbeiter als auch für Personalabteilung und Controlling erreicht Weidmüller mit der bereits realisierten elektronischen Zeiterfassung sowie der geplanten Reisekostenabrechnung über Employee Self Services. Dazu trägt auch die neue Suchfunktion bei: Über die Stichwortsuche lassen sich Dokumente und Informationen einfach auffinden, unabhängig vom Ablageort.
Um die Benutzerfreundlichkeit weiter zu steigern, führt Weidmüller SAP- und Nicht-SAP-Systeme über das SAP Enterprise Portal auf einer Arbeitsoberfläche zusammen.
"Mit SAP XI lassen sich Partnerunternehmen einfacher in die Wertschöpfungskette einbinden. Dadurch können wir neue Geschäftsmodelle rascher umsetzen."
Dazu zählen das optische Archivsystem und die Beschaffungslösung SAP Enterprise Buyer für die Bestellung von C-Materialien. „Die Anwender erhalten künftig auf dem Bildschirm genau die Informationen und Funktionen, die sie brauchen. Und dies, ohne sich an jedem System erneut anzumelden. „Das spart Zeit und steigert die Produktivität“, ist sich Torsten Hopmeier sicher, der auch künftig auf SAP NetWeaver setzt. So steht bereits fest, SAP EP zum Unternehmensportal für weitere Mitarbeiter auszubauen.
Weidmüller Interface GmbH & Co. KG
Weidmüller ist der führende Anbieter von Lösungen für die Übertragung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Bereich der elektromechanischen Verbindungstechnik sowie Schaltschrankelektronik und Netzwerkinfrastruktur-Komponenten.
Für OEM-Anbieter setzt das Unternehmen weltweit Maßstäbe in Bezug auf Engineering, Beschaffung, Produktion und Logistik kundenspezifischer Lösungen.
Weidmüller erzielte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 443 Millionen Euro und beschäftigt derzeit weltweit insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter.

