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Success Story der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

Upgrade & Unicode - Kombinierter Releasewechsel mit Unicode-Umstellung

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

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Upgrade & Unicode - Kombinierter Releasewechsel mit Unicode-Umstellung

Ob in Asien oder Osteuropa - Weidmüller hat mit dem Upgrade auf SAP ERP 2006 und einer parallelen Unicode-Umstellung eine einheitliche Plattform und Zeichenkodierung für den Austausch von Daten eingeführt.

Warum Upgrade auf SAP ERP 2006? 

"Wir haben den direkten Sprung von SAP R/3 4.6c auf SAP ERP 2006 gemacht, weil wir in den "Zwischenreleases" keinen strategischen oder funktionalen Mehrwert für uns gesehen haben. Mit der Einführung von SAP ERP 2006 konnten wir mit einem Schlag unsere SAP-Landschaft auf einen aktuellen Stand bringen!"

Andreas Wohlfahrt, Projektleiter Weidmüller

Unicode-Umstellung als Nearshore-Projekt

Angebunden an den Releasewechsel wurde die Systemlandschaft ebenfalls auf den internationalen Zeichensatz Unicode umgestellt. Durch die Einbindung von Nearshore-Kapazitäten und -services wurde auf elegante, preiswerte Art und Weise das Problem einer hohen Budgetbelastung durch ein zusätzliches Unicode-Projekt umgangen.

Zwei Projekte in einem

Durch die Kombination der Projekte wurde die Anwenderakzeptanz erhöht. Die weltweit 1.800 ERP-User haben sich lediglich in ein Projekt involviert gefühlt, tatsächlich wurden jedoch zwei Projekte durchgeführt. Außerdem wurden Zeit (fünf statt neun Monate Projektlaufzeit) und Kosten durch den kombinierten Projektprozess gespart.

Reibungslose IT-Kommunikation und internationaler Datenaustausch

Sowohl der Releasewechsel (mit der Anbindung der Non-SAP-Systeme an das ERP-System) als auch die Unicode-Umstellung garantieren eine reibungslose IT-Kommunikation. Der internationale Datenaustausch wird mit einer einheitlichen Plattform und Zeichenkodierung ermöglicht. Durch die Kombination der Projekte musste weltweit nur einmal getestet werden.

Drei Herausforderungen

  • Das Projekt erstreckte sich über zwölf Länder und weltweit 1.800 ERP-User bei einer Systemnutzung rund um die Uhr. Durch die zeitgleiche Bearbeitung beider Projekte konnte eine Projektlaufzeit von fünf anstatt neun Monaten erreicht werden. Außerdem wurden durch den Einsatz eines Schattensystems die Anwender in ihrem Arbeitsalltag kaum beeinträchtigt.
  • Die hochintegrierte Systemlandschaft (ERP, BW, XI, HR, SRM, EP, ISA, Non-SAP Application) erschwerte die Einbindung der Sub-Systeme.
  • Im Rahmen der Unicode-Umstellung wurde ebenfalls ein Archivierungsprojekt, inklusive Reorganisation durchgeführt. Das Ausgangsvolumen der Datenbank von 1,2 Terrabyte konnte nach dem Upgrade und der Unicode-Umstellung auf 570 Gigabyte reduziert werden.

Der Releasewechsel

"Wir haben den direkten Sprung von SAP R/3 4.6c auf SAP ERP 2006 gemacht, weil wir in den "Zwischenreleases" keinen strategischen oder funktionalen Mehrwert für uns gesehen haben. Mit der Einführung von SAP ERP 2006 konnten wir mit einem Schlag unsere SAP-Landschaft auf einen aktuellen Stand bringen", erklärt Andreas Wohlfahrt, Projektleiter Weidmüller, die Entscheidung für SAP ERP 2006.  

Auch die Überlegung, einen möglichst langen Zeitraum bis zum nächsten ERP Release-Upgrade aufgrund der anstehenden Durchführung weiterer Roll Out's zu schaffen, war eine Motivation für den Upgrade. Der Releasewechsel der kompletten SAP-Landschaft wurde notwendig, weil der allgemeine Support und die Wartung der verwendeten Programme seitens SAP zum Ende des neuen Jahres 2006 planmäßig ausliefen.  

Mit dem neuen Release garantiert SAP Wartung und Support bis mindestens zum Jahr 2014. Vom Start der Online-Phase des Upgrades bis zur Abnahme des Systems wurden insgesamt neun Tage benötigt. Die Downtime für den Upgrade und die Unicode-Umstellung selber waren in weniger als 48 Stunden gemacht. Danach war das System wieder frei verfügbar für den 24-Stunden-Betrieb. 

Über das Schattensystem wurden während der "Frozen Period" 285 Änderungen realisiert. Diese große Anzahl war auch bedingt durch das Going Live der spanischen Weidmüller Gesellschaft, das zur gleichen Zeit stattfand. Nach dem ERP-Upgrade waren ca. 590 Transporte mit Änderungen zu integrieren. Während des Cut Overs traten erstaunlich wenig Issues auf - lediglich fünf OSS Calls wurden in den ersten sieben Tagen beauftragt, wobei keiner dieser Calls die "Priorität 1" hatte.

Die Unicode-Umstellung

Mit dem internationalen Standard Unicode wird jedem sinntragenden Textzeichen eine digitale Nummer zugeordnet. So können Daten zwischen den Systemen fehlerfrei ausgetauscht werden.  

Um das Tagesgeschäft während der Unicode-Umstellung nicht zu beeinträchtigen, wurde ein "Sandbox-System" unter SAP ERP 2006 bereitgestellt. Die Anpassung von ca. 590 Programmen an die neuen ABAP-Unicode-Regeln erfolgte ausschließlich auf der Sandbox.  

Zur Ermittlung der kritischen oder statistisch fehlerhaften Programmstellen wurde die SAP-Standardtransaktion "UCCHECK" genutzt, wodurch eine gute Koordination der Entwicklung ermöglicht wird. Die Analyse zeigte insgesamt ca. 800 kritische Programmstellen auf. In nur sechs Wochen konnte der Lynx-Nearshore-Partner Belarus mit Sitz in Minsk die Unicode-Konvertierungen in ca. 84 Personentagen durchführen. Die Projektleitung (insbesondere Controlling und Koordination) und ausgewählte Konvertierungen vor Ort mit insgesamt 20 Personentagen konnten durch die Unterstützung aus Minsk so effektiv und effizient eingesetzt werden.

Key Success Factors

Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg lagen zum einen im Management des Supports bei Weidmüller. Durch den Support von zahlreichen Projektteams, die Einbindung von 90 Key-Usern weltweit, die fachliche Unterstützung durch Lynx und die Einbindung von Nearshore-Ressourcen konnte das Projekt erfolgreich in time & in budget abgeschlossen werden. Die rein technische Unicode-Umstellung (ABAP) wurde durch den Lynx-Partner in Weißrussland vorgenommen.  

Zum anderen stellte sich als weiteres Kriterium für den Erfolg die Menge des Testmaterials heraus. Testen, testen, testen - je mehr Material dafür zur Verfügung stand, desto geringer waren im Anschluss die Fehlerquoten. 

"Durch den Support von eigenen Mitarbeitern, Lynx-Consultants und die Organisation als Nearshore-Projekt konnten wir zwei Projekte in einem abschließen und dabei die Einführungszeit und den Aufwand senken."

Andreas Wohlfahrt, Projektleiter Weidmüller  

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

Weidmüller ist der führende Anbieter von Lösungen für die elektrische Verbindung, Übertragung, Konditionierung und Verarbeitung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld.  

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Bereich der elektrischen Verbindungstechnik sowie der Funktionselektronik und Kommunikationselektronik. Das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum von Weidmüller dient der Wertsteigerung der Produkte und damit auch des Geschäftes der Kunden. 

Als Unternehmensgruppe ist Weidmüller stark international ausgerichtet und verfügt über eigene Produktionsstätten, Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in mehr als 70 Ländern. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte Weidmüller erstmalig einen Umsatz von mehr als 500 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit 3.500 Mitarbeiter. 

www.weidmueller.de