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Success Story der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

XI 3.0 Ramp-up bei der Weidmüller Interface

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

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XI 3.0 Ramp-up bei der Weidmüller Interface

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG ist der führende Hersteller von Komponenten für die elektrische Verbindungstechnik. Höchste Qualität gehört zu den Grundwerten des Unternehmens und bestimmt das ganze Denken und Handeln. 

Durchgängige und automatisierte Geschäftsprozesse

Ziel des Unternehmens, welches seit mehreren Jahren SAP R/3 einsetzt, ist es, durchgängige und automatisierte Geschäftsprozesse zu etablieren, um flexibler reagieren zu können und Kosten zu reduzieren. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei die SAP Exchange Infrastructure (SAP XI), eine Komponente der Technologie-Plattform SAP NetWeaver. Für die anwendungsübergreifende Kommunikation - als konsequenter Schritt zur Harmonisierung ihrer IT-Landschaft - setzt Weidmüller auf SAP XI. 

Die bislang verwendete Integrationsplattform konnte sowohl die erforderlichen strategischen Perspektiven als auch die operativen Anforderungen, insbesondere im Bereich der Prozesssteuerung, nicht mehr abdecken und wird jetzt durch SAP XI abgelöst. 

Migration in mehreren Schritten

Die Migration vollzieht sich in mehreren Schritten. Zunächst wurden alle momentan über die bisherige Plattform abgebildeten zirka vierzig Prozesse dokumentiert, auf eine Abbildung in XI 2.0 analysiert und schließlich drei Prozesse für eine erste Überführung auf die Exchange Infrastructure gewählt. So wurden erste Erfahrungen mit SAP XI sowohl hinsichtlich der technischen Möglichkeiten als auch für den täglichen Produktivbetrieb gesammelt. 

Im nächsten Schritt wurde festgelegt, 28 weitere Prozesse über SAP XI abzubilden. Die restlichen zirka 12 Prozesse konnten über eine direkte SAP Kommunikation (ALE) abgebildet oder sogar ganz abgeschaltet werden. 

Bewerbung für Ramp-Up XI 3.0 

Die erfolgreichen Tests mit SAP XI 2.0 legten eine Bewerbung für das Ramp-Up XI 3.0 nahe. Der Antrag führte dazu zunächst zwei Phasen auf: In Phase 1 waren die drei bereits abgebildeten Prozesse von SAP XI 2.0 auf XI 3.0 umzusetzen. Phase 2 umfasste die Abbildung von 13 weiteren Prozessen auf Basis von SAP XI 3.0. Wesentliches Ziel des Projektes war, File-to-File Schnittstellen durch RFC-File oder RFC-ABAP Proxy Verbindungen abzulösen und damit die Anzahl der Medienbrüche zu reduzieren und ein besseres Monitoring zu ermöglichen. Jeder Prozess wurde zusammen mit den Fachabteilungen auf den Prüfstand gestellt.  

Ergebnis waren zumeist Verbesserungen, wie zum Beispiel der Aufbau von Quasi Online Schnittstellen anstelle eines nächtlichen Batch. Das kann am Beispiel der Änderungen von Materialstammdaten belegt werden. Sie werden nun aus dem SAP System über einen JDBC Adapter direkt in ein angeschlossenes System zur Weiterverarbeitung übertragen. Mit einer derartigen Abbildung von heterogenen Anwendungen über XI 3.0 sind kürzere Kommunikationswege bis hin zu real-time Prozessen möglich. 

Wesentliche Erfahrungen

Die Umstellung lieferte wesentliche Erfahrungen im Umgang mit der neuen, zentralen Protokoll-Adapter Engine. XI 3.0 verfügt standardmäßig über eine Vielzahl von Adaptern, die wichtigsten sind JDBC (Datenbank), JMS (Queuing System), IDOC, RFC, die Proxy Generierung für Java und ABAP, http, File, RNIF (Rosetta Net), Marketplace (Anbindung an Marktplätze), SOAP und ein Mail Adapter (SMTP). Zusätzlich können über Partner weitere Adapter erworben werden, so zum Beispiel Seeburger für EDI oder über den Adapterhersteller Iway solche für Peoplesoft, Siebel etc. Auch enthält SAP XI 3.0 eine BPM Engine, die ihrerseits BPEL versteht. 

Abbildung der Schnittstellen

Noch während der Projektlaufzeit wurden bereits alle neuen Schnittstellen unter SAP XI abgebildet. Die Migration vorhandener Adaptoren von XI 2.0 auf XI 3.0 erfolgte ohne Probleme – XI 3.0 bietet als elegantes Kernstück seiner Architektur eine zentrale Adapter-Engine. Viele Parameter aus Engine 2.0 konnten in die 3.0 Engine übernommen werden. Auch ist der Betrieb der XI 2.0 Adapter Engine nun unter dem neuen Namen XI 3.0 J2SE Engine möglich. 

Adapter

Die Funktionsweise des Adapter Software Development Kit (ASDK) wurde im Projekt nicht getestet. Generell gilt, dass es den WAS Java Container nutzt. Mit dem Kit können Java-basierte Konnektoren nach der JCA Spezifikation entwickelt und anschließend in den Java Container des WAS installiert werden. Sie stehen dann – zumindest theoretisch – genauso wie die anderen Adapter im XI zur Verfügung. Ebenfalls wurde bislang nicht auf die Framework-Variante Partner Connectivity Kit (mit eigenen Tools zur Konfiguration, Administration und zum Monitoring) zurückgegriffen. Diese standardisierte und preiswerte Anbindung von kleinen Partnern und Tochtergesellschaften über das Internet soll in Zukunft beobachtet werden. 

Überführung in den Produktivbetrieb

Nach Überführung der Phase 2 in den Produktivbetrieb (Jahresende 2004) war ein Monitoring aller Kommunikationswege über XI möglich. Satellitensysteme waren dann zumeist über Standards, wie zum Beispiel Datenbanksysteme über JDBC, angebunden. Die Lösung ist leicht erweiterbar. Alle Schnittstellen können unabhängig voneinander bedient werden. Es steht nun der Weg offen, die alte Plattform ganz abzulösen und in einer dritten und vorerst letzten Phase auch die auf einer AS/400 betriebenen, für das tägliche Business besonders kritischen Logistiksysteme mit ihren zirka 12 Schnittstellen über SAP NetWeaver anzubinden. 

Fazit

Zusammengefasst: Weidmüller hat innerhalb von nur zwei Monaten SAP XI implementiert, bestehende Schnittstellen umgestellt und bereits neue realisiert. Bestehende Anwendungen werden nun über die zentrale Integrationsarchitektur von SAP XI anwendungsübergreifend in den Gesamtprozess integriert. Das Ergebnis heißt Prozessoptimierung, geringere Integrationskosten, Transparenz, fehlerfreier Betrieb der Schnittstellen, beschleunigte/ durchgängige Abläufe sowie der Schutz getätigter Investitionen. 

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

Weidmüller ist der führende Anbieter von Lösungen für die Übertragung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Bereich der elektromechanischen Verbindungstechnik sowie Schaltschrankelektronik und Netzwerkinfrastruktur-Komponenten. 

Für OEM-Anbieter setzt das Unternehmen weltweit Maßstäbe in Bezug auf Engineering, Beschaffung, Produktion und Logistik kundenspezifischer Lösungen. 

Weidmüller erzielte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 443 Millionen Euro und beschäftigt derzeit weltweit insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter. 

www.weidmueller.de