Änderung der Nachweispflichten für innergemeinschaftliche Lieferungen seit dem 1. Oktober 2013.

Die Lynx Consultants entwickeln schon seit Jahren SAP®-Erweiterungen für legale Anforderungen oder bieten Unterstützung bei der Abbildung neuer Regelungen in Ihrem System. Neben dem Boykottlistenscanner, dem Tool zur UST-Id-Prüfung und dem E-Bilanz-Browser ist die elektronisch unterstützte Lösung der Gelangensbestätigung ein weiterer Lynx-Baustein.

Der innergemeinschaftliche Warenverkehr ist von der Umsatzsteuer befreit, sofern das „Gelangen“ der Ware zum Empfänger im EU-Ausland auch nachgewiesen werden kann. Nicht mehr der Versender oder Spediteur quittiert den Warenversand, sondern in bestimmten Fällen der Empfänger den tatsächlichen Erhalt durch die sogenannte Gelangensbestätigung. Nur noch unter Einhaltung bestimmter Vorgaben werden Dokumente wie die Spediteursbescheinigung gleichrangig anerkannt. Als zentrales Instrument sieht der Gesetzgeber die Gelangensbestätigung.

Daher sind alle Unternehmen aufgefordert, ihre Vorgehensweise zur Nachweiserstellung auf die neuen Anforderungen hin zu überprüfen. Insbesondere sind auch die Warenempfänger, also die Kunden der liefernden Unternehmen, auf die neuen Anforderungen hinzuweisen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Nutzen Sie die Möglichkeiten einer elektronisch unterstützten Lösung für einen ordnungsgemäßen Buch- und Belegnachweis und minimieren Sie das Risiko einer Umsatzsteuernachforderung durch das Finanzamt.

Worum geht es im Detail?

Verkauft ein Unternehmen Ware ins europäische Ausland, so ist dieser Verkauf von der Umsatzsteuer befreit, es muss keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausgewiesen werden. Voraussetzung dafür ist zwingend eine grenzüberschreitende Warenbewegung.

Unternehmen müssen den Verbleib der Ware nachweisen können, damit der umsatzsteuerfreie Verkauf berechtigt war.

Bei Umsatzsteuerprüfungen ist deshalb ein entsprechender Nachweis vorzuweisen. Gelingt dies nicht, kann die Finanzbehörde nachträglich Umsatzsteuer erheben und schöpft damit Umsatz und Ertrag um den aktuellen Steuersatz ab. Darüber hinaus drohen Bußgeldzahlungen.

Die Anforderungen an die Gelangensbestätigung als Nachweis für die erfolgte innergemeinschaftliche Lieferung durch den Abnehmer gilt seit dem 1.10.2013 - nach massiver Kritik daran werden aber Alternativnachweise anerkannt, jedoch mit verschärften Bedingungen. Beispiele: Frachtbriefe, Spediteursbescheinigungen.

Die genauen Nachweisanforderungen richten sich nach der Art des Transports der Waren (Beförderungsfall, Versendungsfall).

Welcher technische Lösungsansatz kommt bei Ihnen in Frage?

Voraussetzung ist, dass prüfbar sein muss, ob der Empfänger der Ware die Bestätigung versendet hat. Die Lösung muss für beide Seiten einfach zu handhaben, revisionssicher und möglichst integrativ sein. Anforderungen, die über eine Web Service-Lösung, eine Web Portal-Lösung oder eine SAP-integrierte Lösung erfüllt werden können.

Sprechen Sie uns an und wir informieren Sie über die notwendigen Nachweispflichten und ermitteln mit Ihnen die für Sie beste technische Lösung.

Ansprechpartner

Tim Meyer

Nina Fleischer
Teamleiterin Integration & Development
+49 521 5247-0
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