Vom Azubi zum Berater - Bei Lynx wachsen!

Als Informatikkaufmann - Dienstleister im eigenen Unternehmen

Wenn Christian aus dem Haus geht, trägt er das ein oder andere Mal einen Anzug. An diesen Tagen ist er auf dem Weg zu einem Kunden. Christian ist Informatikkaufmann im zweiten Ausbildungsjahr der Lynx-Consulting GmbH, einer Bielefelder IT-Unternehmensberatung. Ab und zu hat er bereits heute die Gelegenheit, einen erfahrenen Berater bei einem Kundenbesuch zu begleiten. Denn nach Abschluss seiner Ausbildung, so viel ist jetzt schon sicher, zählt er zu den Junior-Beratern des Unternehmens. 

Informatikkaufleute arbeiten in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, in denen Informations- und Kommunikationssysteme zur Abwicklung von Geschäftsprozessen zum Einsatz kommen, wie z.B. in Industrie, Handel, Banken, Versicherungen und Gesundheitswesen. Doch überwiegend sind sie in der IT-Branche tätig. Fragt man Christian nach seiner Motivation, sich für diesen Ausbildungsberuf entschieden zu haben, so antwortet er: „Mich hat ein Ausbildungsberuf mit Kundenzugang gereizt. Und dass es die richtige Wahl war, hat sich auch im Laufe meiner Ausbildung bestätigt“. Seine Kunden waren von Anfang an die eigenen Kollegen in der Lynx-Consulting GmbH, denn sein Ausbildungsberuf ist dort in der IT-Services Abteilung des Unternehmens angesiedelt, die für den reibungslosen Ablauf, die Aufrechterhaltung und den Ausbau der IT-Infrastruktur Sorge trägt. Sylvia Winkelmann, Ausbildungsleiterin bei der Lynx-Consulting GmbH und auch Bereichsleiterin für die Abteilung IT-Services, betont immer wieder: „In dem Ausbildungsberuf ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden von Anfang an ein kundenorientiertes Denken entwickeln. Als Dienstleister im eigenen Haus sind wir genau dann erfolgreich, wenn unsere Beraterkollegen beim Kunden IT-technisch effizient arbeiten können. Unsere Auszubildenden sind schon nach kurzer Zeit in der Lage, an der Betreuung von IT-Anwendungen und dem Benutzer-Support aktiv mitzuwirken“. 

Für den Informatikkaufmann stehen neben dem Erlernen von kaufmännischen Prozessen, klassische Themen aus dem IT-Umfeld im Vordergrund, bei denen er Anforderungsanalysen durchführt, Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisationen sowie die damit verbundenen Datenflüsse und Schnittstellen analysiert. So betreut Christian beispielsweise in der Systempflege das Data Warehouse mit der entsprechenden monatlichen Berichtsgenerierung und arbeitete maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung einer neuen Bedieneroberfläche für das betriebseigene Informationssystem mit. Ein planvolles und projektbezogenes Vorgehen hierbei bereitet den Informatikkaufmann schon während der Ausbildung auf die echten Kundeneinsätze vor, bei denen er dann die erworbenen methodischen und technischen Fähigkeiten im Design von User Interfaces, Datenbanken oder die Entwicklung in verschiedenen Programmiersprachen, wie etwa SQL oder JavaScript, anwenden kann. 

Die ersten Erfahrungen als „Berater“ sammelte Christian in den von ihm gehaltenen Schulungen zu den internen Informationssystemen, für die er Schulungsunterlagen weiterentwickelte und die Benutzerdokumentationen vorbereitete. „Beim ersten Mal war ich noch ziemlich aufgeregt, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und war eine gute Vorbereitung auf die späteren Einsätze bei unseren externen Kunden“.

Weitere theoretische Grundlagen erwirbt Christian in der Berufsschule, die je nach Halbjahr, ein oder zwei Mal wöchentlich stattfindet. Hier werden die Fächer Anwendungsentwicklung, Wirtschafts- und Geschäftsprozesse und Informations- und Telekommunikationssysteme durchgängig unterrichtet und durch Fächer wie Deutsch, Gesellschaftslehre und Sport ergänzt.

Der eigentliche Abschluss der Ausbildung findet normalerweise nach drei Jahren mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer statt. Christian selbst wird seine Ausbildung allerdings um ein Jahr verkürzen, bei den Auszubildenden mit Abitur ist eine Verkürzung um mindestens ein halbes Jahr möglich. Fragt man Christian nach seiner Ausbildungsvergütung, so antwortet er ganz spontan. „Ich denke, die ist gar nicht schlecht, verglichen mit anderen Ausbildungsberufen“. Ein Informatikkaufmann verdient nach dem BIBB im ersten Ausbildungsjahr monatlich zwischen 682€ und 756€, im zweiten Jahr beträgt die Vergütung 742€ bis 812€und im dritten und letzten Ausbildungsjahr dann zwischen 814€ und 885€, abhängig von der jeweiligen Branche. 

Die Weiterbeschäftigung in seinem Ausbildungsbetrieb ist reine Formsache, denn nach der Abschlussprüfung wechselt Christian in den Oracle-Bereich, um sich dort an der Seite von erfahrenen Beratern weiterzuentwickeln. „Ich bin schon jetzt gespannt auf die aktuellen Kundenprojekte, die nach meiner Ausbildung auf mich warten“, freut er sich. Und: „Lynx ermöglicht mir auch, nach meiner Ausbildung ein Studium aufzunehmen, und das möchte ich nach ca. einem Jahr im Beruf auch gerne angehen.“